Über uns

„Reitender Bote – die kürzeste Wochenzeitung der Welt“ erscheint als Online-Zeitung wöchentlich am Freitag, denn SPIEGEL und FOCUS erscheinen erst am Samstag. Das Abonnement ist kostenfrei.

 

Redaktionsgrundsätze

  • Unsere Mission ist die Werbung für Marktwirtschaft und Freiheit, deshalb wollen wir Politik erlebbar machen, das Engagement für die Demokratie fördern und helfen, die Wahlbeteiligung zu steigern.
  • Wir kämpfen für die Wahrung des politischen Erbes von Ludwig Erhards „Wohlstand für alle“
  • Wir setzen uns für die persönliche Freiheit ein, gemäß Rosa Luxemburgs Spruch „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden“
  • Die Finanzierung darf nie eine Abweichung von der redaktionellen Freiheit verursachen
  • Wir lieben es „politisch inkorrekt“ zu sein
  • Wir schreiben Klartext ohne Rücksichtnahme, verbiegen gilt nicht
  • Wir kommentieren „augenzwinkernd“, lieben Ironie und Witz, das Lesen soll Spaß machen!

 

Herausgeber: Günter Morsbach. Download zur rechtefreien Veröffentlichung (Pressefoto)

Herausgeber: Günter Morsbach
Download zur rechtefreien Veröffentlichung

Ende 2013 ging „Reitender Bote“ nach einigen Testausgaben ins Netz. Worin liegt der Reiz, eine Online-Zeitung zu machen? Die Projektphase war schon mal sehr spannend. In den Sommerferien 2013 saßen wir, ein Medien-Unternehmer nach dem Unternehmensverkauf (69) und Sohn Johannes (27), der Medienwissenschaften studierte, zusammen, um über einige Ideen zu diskutieren. Aus dem 2-Generationengespräch entstand dann die Produktdefinition einer Internetzeitung. Wir einigten uns auf einen Titel, der nicht aus modischen Anglizismen besteht, sondern in der Tradition der Botschaften-Übermittlung verwurzelt sein sollte – Reitender Bote. Günter Morsbach konnte als langjähriges ehrenamtliches Präsidiumsmitglied und späterer Vizepräsident des Bundesverbands  DIE FAMILIENUNTERNEHMER ASU umfangreiche politische Erfahrungen rund um Themen der Sozialen Marktwirtschaft und persönliche politische Kontakte einbringen. So entstand das Projekt „kürzeste Wochenzeitung der Welt“, bestehend aus nur 1 Seite DIN A4.  Inhaltlich sollte die Zeitung dem Gedankengut Ludwig Erhards „Wohlstand für alle“ verpflichtet sein, um augenzwinkernd die Tages- und Wirtschaftspolitik zu kommentieren, und das Lesen sollte Spaß machen, so die Vorgabe.

„Im Internet gibt es doch schon alles“, so lautete der gängige Spruch der Befragten, offenbar doch nicht, denn steigende Abonnentenzahlen und Visitors belohnen die Initiative. Herausgeber Günter Morsbach wurde mit den Themen des Reitenden Boten zum Gastautor bei der HUFFINGTON POST. Alle bisher erschienene Ausgaben des Reitenden Boten sind im Archiv gespeichert und abrufbar.

– Günter Morsbach

 

Wohlstand für alle

Ludwig Erhard

„Nach meiner Auffasung steckt die Welt voll unermesslicher Chancen, wenn wir sie nur zu nutzen verstehen würden.“

Ohne Ludwig Erhard wäre die Bundesrepublik Deutschland vielleicht ein ganz anderer Staat geworden. Nach Hyper-Inflation, erstem und zweitem Weltkrieg, Nazi-Diktatur, Trümmerwelt und drohender Verelendung, Mangelwirtschaft mit Rationierung und Lebensmittelbezugsscheinen gab es eherl Vertrauen in einen Staat, der die Wirtschaft reguliert und regelt. Als in den drei westlichen Besatzungszonen, dem Vorläufer der Bundesrepublik, ein Kopf gesucht wurde, der die Währungsreform und den Start in eine neue Wirtschaftsordnung organisieren sollte, fiel die Wahl der Amerikaner auf den 1897 in Fürth geborenen Ludwig Erhard. Erhard hielt überhaupt nichts von Preiskontrollen, Staatsbetrieben und direkten Eingriffen in die Wirtschaft. Er vertraute auf die segensreiche Kraft des Wettbewerbs und glaubte fest an „Chancen für Alle“. Diese feste Überzeugung gab ihm die Kraft, die „soziale Marktwirtschaft“ als die wirtschaftliche Grundordnung der Bundesrepublik durchzusetzen. Von 1949 bis 1963 war er als Parteiloser unter Bundeskanzler Konrad Adenauer der erste Bundeswirtschaftsminister. Er galt als der Vater des Wirtschaftswunders. Die Welt schaute bewundernd auf Nachkriegs-Deutschland, teils neidisch, teils auf der Suche nach dem eigenen Wirtschaftsmodell.

016420101-wohlstand-fuer-alle1957 schrieb Erhard das Buch „Wohlstand für Alle“, sein Credo für ein Maximum an persönlicher und wirtschaftlicher Freiheit. Zugleich sollten aber durch die Kraft des Wohlstands Spielräume zur Hilfe für Benachteiligte entstehen. Erhard ging es um die Verbindung der Triebkräfte einer marktwirtschaftlichen Ordnung einerseits mit den humanen Idealen unserer Kultur andererseits (Lothar Späth). Ein allumfassender Sozialstaat, der Fürsorge als Alternative zur Selbstinitiative anbietet, war nicht Teil von Erhards Wirtschaftskonzept. Sein Leitbild  und seine Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft, haben kaum an Gültigkeit verloren. Angesichts der gegenwärtigen nationalen und internationalen Entwicklungen bietet sich die Gelegenheit zur Rückbesinnung, insbesondere auch auf den für Erhard so wichtigen Zweiklang von Freiheit und Verantwortung: Der Einzelne muß seine Freiheit nutzen und die dazugehörige Verantwortung übernehme; der Staat muß die Freiheit des Einzelnen schützen und die individuelle Verantwortung einfordern. Sein Satz „Nichts ist in der Regel unsozialer als der so genannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung und die individuelle Leistung absinken lässt“. Selbstständig machen, Existenz gründen, Verantwortung tragen, all dies ist dem erfolgreichen Gedankengut von Ludwig Erhard viel näher als die Verteilung von Wohltaten nach dem Gießkannenprinzip, wie es heute leider überhand genommen hat. Reitender Bote glaubt an die Kraft der sozialen Marktwirtschaft, um Wohlstand für Alle zu erreichen. Der Gegenentwurf, den Mittelstand und dem oberen Drittel möglichst viel Geld abzupressen, um dann den nach nach Abzug der Verwaltungskosten verbleibenden Rest an das untere Drittels weiterzureichen, hat noch in keinem Staat lange funktioniert. Im Gegenteil, die Umverteilungsbürokratie hat zur Lähmung von Initiative und damit von Wohlstand geführt.

Keine Aussage spricht so für Ludwig Erhards  Denke wie die aus seinem Interview von 1972 „Zu Beginn meiner Arbeit als Wirtschaftsminister sagte man mir, dass es meine Aufgabe sei, Not und Elend zu verwalten. Meine Antwort darauf war ‚Den Teufel werde ich tun und alles einsetzen, was in meiner Macht steht, um Not und Elend zu überwinden’.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s