Putins Ausputzer – oder was der Onkel Lawrow so alles erzählt

Lawrow

Er ist die echte Stütze für das Regime von Wladimir Putin, Außenminister Sergej Wiktorowitsch Lawrow. Er hätte auch als Pantomime weltweit Karriere machen können, da er das Minenspiel meisterlich beherrscht. Unübertroffen ist seine Rolle als russischer Erklärbär. Hier ein Interview:

Frage: Die russische Marine hat im Asowschen Meer drei Boote der Ukraine beschossen, gekapert, in russische Häfen geschleppt und die Matrosen gefangen genommen. Was ist da passiert?

Antwort: Die russischen Schiffe haben den Ukrainern in Seenot geholfen. Deren Schiffe drohten ohne unsere Hilfe zu sinken und die Matrosen brauchten ärztliche Betreuung. Sie wurden auf Kosten der russischen Union an Land gebracht und nach Moskau in ein Militärhospital geflogen. Ich habe gehört, dass es ihnen schon besser geht, aber sie müssen noch länger von unserem ausgezeichneten medizinischen Personal gepflegt werden. Die Ukraine ist nicht dafür ausgerüstet, ärztliche Hilfe in so schwierigen Fällen zu leisten. Wir werden deshalb die Meeresenge von Kertsch strenger kontrollieren und teilweise blockieren, damit die Gesundheit ukrainischer Seeleute gesichert wird.

Frage: Gestern wurde ein syrisches Hospital in Homs bombardiert. Satellitenbilder sollen beweisen, dass es russische Flugzeuge waren. Was sagen Sie dazu?

Antwort: Augenzeugen sagen, dass es die Amerikaner waren. Hier muss eine Verwechslung vorliegen. Wir bestehen auf einer gründlichen Aufklärung des Vorfalls. Außerdem, die russischen Flugzeuge haben keine so genaues Zielradar, wir können es nicht gewesen sein.

Frage: Aber in der letzten Woche wurde ein Kinderkrankenhaus in Aleppo beschossen und bombardiert. Anwohner haben die Flugzeuge mit russischen Kennzeichen fotografiert.

Antwort: Mir ist kein einziges Kinderkrankenhaus in Syrien bekannt, also konnte es auch nicht bombardiert werden.

Frage: Und der Abschuss des Verkehrsflugzeugs über der Ukraine?

Antwort: Das ist der ukrainische Präsident Poroschenko persönlich gewesen.

Frage: Hinter dem Giftanschlag auf den früheren Doppelagenten Skripal im englischen Salisbury soll der russische Geheimdienst stecken?

Antwort: Keinesfalls, unsere Vorräte haben wir alle den Syrern geschenkt, woher könnte  so schnell Nachschub gekommen sein?

Frage: Russland soll massiv das Abrüstungsabkommen INF gebrochen haben und neue atomare Mittelstreckenraketen bauen und testen.

Antwort: Russland braucht im Moment alle Ingenieure zur Bewältigung der technischen Probleme mit der Umstellung des Lada von Diesel- auf Benzinmotoren. Für die Weiterentwicklung von Atomraketen haben wir weder Kapazität noch Zeit.

 

Ja, der Mann hat es einfach drauf!

Das Interview führte unser Russland-Korrespondent Baron von Münchhausen, übersetzt durch unseren Chefredakteur

 

Günter Morsbach

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s