Friedrich Merz wechselt zu Bayern München!

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Foto: © bgland24.de

Er will endlich mal frei von Neidhammeln arbeiten

Wie schön haben es doch Bundesliga-Kicker. Schon Spieler mittlerer Begabung verdienen eine Million plus X im Jahr. Keiner neidet ihnen das. Bei einem Torerfolg erheben sich frenetisch jubelnd 50.000 Zuschauer im Stadion und vor den Bildschirmen umarmen sich die Fans. Autogrammkarten werden auf Ebay zu respektablen Preisen gehandelt und beim Lauf auf den Fußballplatz kreischen die Mädels. Bei Uli Hoeneß haben wir erfahren, dass er viele Millionen verdient hat. Aber nicht das wurde ihm vorgeworfen sondern (zurecht), dass er einen Teil seiner Einkommen nicht versteuert hatte.

Welch ein Kontrast ist der Umgang mit einem Politiker, der es in der Wirtschaft auf eine Million Arbeitseinkünfte pro Jahr gebracht hat. Der muss sich erklären und verteidigen. „Kann das mit rechten Dingen zustande gekommen sein?“ ist der permanente Unterton. Und sogar der sonst so selbstsichere Friedrich Merz kommt etwas aus dem Takt, wenn er in einer Talkshow nach Geld gefragt wird. Er weiß, alle investigativen Journalisten des Landes suchen nach irgend einem Fehltritt in seiner Laufbahn. Pustekuchen, der Mann ist sauber. Er hat einfach die richtigen Kunden gefunden, sich fachlich einen guten Ruf erarbeitet und – das ist das wichtigste – viel Vertrauen erworben.

Sollte kurz vor der Wahl zum CDU-Vorsitzenden in der BILD-Zeitung noch ein übles Gerücht serviert werden, wird sich das bei der Abstimmung auswirken, nach dem Motto  „hab ich es doch gleich gewusst…“ Seine beiden Gegenkandidaten haben das Problem nicht. Es handelt sich um brave Politiker-Karrieren. Nichts dagegen zu sagen, aber wer gut verdient, ist eben verdächtig und angreifbar. Punkt.


Sanierungsfall Deutsche Bahn

Da haben wir es mal wieder, der Staat macht dicke auf Unternehmer und fliegt auf die Schnauze. Pleiten, Pech und Pannen auf der ganzen Linie bei der Bahn. Die tausendste Pünktlichkeitsinitiative ist gerade gescheitert, kaputte Toiletten, geschlossene Bordbistros, chaotische Wagenreihenfolge, chronische Verspätungen und viele Ärgernisse mehr. Schauen wir mal über die Grenzen: In der Schweiz gilt für Pünktlichkeit eine 3-Minuten-Toleranz. Man erreicht eine Pünktlichkeitsquote von 89%. Die Niederlande liegen bei 91%. Worldchampion ist die japanische Bahn. Hier wird eine Toleranz von 5 Sekunden geduldet, die Halteposition am Bahnsteig darf nur um 1 cm verfehlt werden. An jeder Endstation wartet eine Putzkolonne, die 7 Minuten Zeit für die Zug-Reinigung hat. Ein Vergleich: Die DB gestattet eine Pünktlichkeitstoleranz von 6 Minuten, aber nur 69,8 % der Züge sind pünktlich. In Japan müssten die Bahnmanager Harakiri begehen!

Die GRÜNEN machen mal den Anfang mit dem Vorschlag, die Schienen und damit das Eigentum am Netz von dem Bahnbetrieb organisatorisch abzutrennen. Nicht gerade neu, aber richtig und wichtig. Bis jetzt vergeben sozusagen Bahnbeamte gnädig und ungern  Fahrgenehmigungen an die Bahnkonkurrenz. Wir brauchen als erstes einen kraftvollen Wettbewerb auf der Schiene, das löst zwar nicht alle Probleme, aber erzeugt Dampf. Dampf, das ist es, was der Bahn fehlt.

 

Günter Morsbach

 

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