AfD-Wahlhelfer BILD

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Beim Aufstieg der AfD hilft die BILD-Zeitung kräftig mit

Die bayerische CSU hat am Wahltag kräftig dafür büßen müssen, dass sie mit AfD-Parolen auf Wählerfang gegangen ist. Auch für die Attacken auf die Kanzlerin durch Seehofer wurde man nach der Meinungsforschung abgestraft. Ein Großteil der Wähler hat beim Flüchtlingsthema sicher ein mehr oder weniger distanziertes Verhältnis zu Frau Merkels humanistisch geprägter Flüchtlings-Entscheidung. Hetze und Diffamierung sind aber ein anderes Thema, da weiß man gut zu unterscheiden.

Ich habe mal die Schlagzeilen der BILD-Zeitung in diesem Jahr unter die Lupe genommen und einige Beispiele von Stimmungsmache gegen Union und Angela Merkel notiert. Hier ein paar Kostproben als Überblick:

  • Die Asyl-Tricks der Einbrecherbanden
  • Polizistenmörder darf nicht abgeschoben werden
  • 150 Asylbewerber jagen Polizei davon
  • Sollte Flüchtlings-Randale vertuscht werden?
  • So dreist missbrauchen Klaubanden unser Asyl
  • 55 Mio. Euro im Asylchaos versenkt
  • Bundesregierung ist ahnungslos bei Islamismus
  • Asylbehörde ließ 46 Islamisten ins Land

Hinter jeder Story steckt natürlich ein wahrer Kern. Aber die AfD, rechte Politiker und die rechten Kampftruppen verbreiten gerne, in Deutschland lauerten hinter jeder Hausecke mit Messern bewaffnete Araber und potentielle Vergewaltiger. Vor denen braucht man selbst ernannte Retter. Zugegeben, unser liberales Grundgesetz könnte hier und da eine Aktualisierung brauchen. Aber, es schützt ja nicht nur Asylanten, sondern im Ernstfall auch uns selber vor Fehlentwicklungen. Julian Reichelt, der neue Chefredakteur von BILD, sollte mal in sich gehen und klären, wie klug es ist,  der Anti-Regierungs-Bewegung als Propaganda-Maschine zu dienen und Teil der Destabilisierungs-Brigade in Deutschland zu sein. Ich werde den Kollegen von BILD diese Ausgabe des Reitenden Boten senden mit der Bemerkung: „Über Missstände zu berichten ist natürlich in Ordnung, eine feindselige Stimmung gegen Minderheiten und Politiker anzuheizen ist mehr als bedenklich“.


Ein Blick auf die Politik

In Bayern ist nicht nur der CSU-Stimmenfang mit rechten Parolen gescheitert, auch der Stimmenkauf mit einer Fülle von Sozialleistungen ging daneben. Das gleiche Konzept fahren die Sozialdemokraten im Bund, geht auch schief. Der Bürger hat wohl ein Gespür für schlecht durchdachtes Geld-Ausgeben von zu viel eingenommenen Steuern und Abgaben. Da liegt unsere Hoffnung auf dem neuen Fraktionschef der Union, dem Ost-Westfalen Ralph Brinkhaus. Er ist ein kühler Rechner und weiß, dass allzu üppiges Verteilen bei einer Rezession bestraft wird. Er ist Aufsteiger im Politiker-Ranking und wird im Berliner Politik-Zirkel schon in die Reihe potentieller Merkel-Nachfolger eingeordnet.


Günter Morsbach

 

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