Sommersprossen 1. Teil

Bild Sommersprossen 1 geo.de

Keine Frage, es war und ist noch ein wunderschöner Sommer. Mich irritiert etwas die Meldung, dass der Sommer 2003 noch wärmer gewesen sein soll, das habe ich gar nicht so in Erinnerung. Auf jeden Fall gab es nach Aufzeichnungen im Jahr 1540 einen extrem heißen Sommer. Ein Jahrhundertwein entstand. Das wird 2018 genauso sein. Freuen wir uns darauf!

Dicke Luft

In den Urlaubsmonaten füllten das Sommerloch erwartungsgemäß die Weltuntergangspropheten nach dem Motto „Wir haben es doch schon immer gesagt“. Ich bin immer noch skeptisch, ob es wirklich hauptsächlich die vom Menschen gemachten Emissionen sind, auch die Sonne könnte ja Schuld sein oder sonst irgend was. Damit kein Missverständnis entsteht, nichts soll und darf uns daran hindern, umweltfreundlicher zu wirtschaften. Kohlekraftwerke und rauchende Traumschiffe können nicht so bleiben. Was aber traurig stimmt, ist die Tatsache, dass die Deutschen Milliarden Strompreiszuschläge für die  Windräder, Sonnenkollektoren und Fernleitungen zahlen, ihre Häuser mit Schaumstoffplatten zukleben, Autos mit Katalysatoren fahren und am Jahresende immer wieder hören müssen, dass die Luftverpestung nicht gebremst wurde. Die Kohlen-Dioxin-Emissionen sind seit 2009 nicht gesunken. Von 2000 bis 2025 wird jeder Einwohner allein über den Strompreis 6.300 Euro abgeben, um die Energiewende zu finanzieren. Wie sagte doch zur Energiewende der grüne Vordenker Jürgen Trittin: „Das wird den Verbraucher nicht mehr als eine Kugel Eis im Monat kosten.“ Nebenbei: Die Kugel kostet im Moment 1,30 Euro.

Sommerloch-Özil

In Schottland wird jeden Sommer das Ungeheuer von Loch Ness durch die Presse gejagt. Diese Rolle hat bei uns in diesem Jahr Mesut Özil übernommen. Seine Kompetenz: Fußball (die Hoeneßkritik war da unfair), PlayStation, Klamotten und schöne Frauen. Gut dass er aus der Nationalmannschaft zurückgetreten ist. Jetzt müssen wir nie mehr sehen, wie er beim Erklingen unserer Nationalhymne schweigend geradeaus glubscht. „Einigkeit und Recht und Freiheit“ passt einfach nicht zur Erdogan-Huldigung. Der hat Blut an den Händen. Özil hat immer und demonstrativ mit den Symbolen Deutschlands gefremdelt. Die Nationalmannschaft hat er nur gebraucht, um seinen eigenen Marktwert zu steigern. Und dann noch zum Abschied die Bemerkung, dass im Fußballbund Rassisten am Werk wären. Das ist genauso blöd wie Erdogans Sprüche, dass in unserem Land die Nazis herrschten. Jetzt kommt Erdogan  zu Besuch in unser „Naziland“. Sultan braucht Kohle!

Der Schneekönig

Wolfgang Ambros, berühmt geworden mit seiner Skihymne „Schifoan“ hat sich mit der rechtsextremen österreichischen Regierungspartei FPÖ angelegt. „Braune Haufen“ seien in der FPÖ, so Ambros. Der Generalsekretär der FPÖ konterte, Ambros sei nur ein „abgehalfterter Sänger“. Da mischte sich das Volk in den Streit auf seine Art ein. „Schifoarn“, nunmehr 41 Jahre alt, kam wieder in die Charts, gleich unter die Top10, bei den iTunes-Download-Charts auf Platz 1. Zwei weitere Songs von Ambros zogen zwischenzeitlich in die Top 100. „Ist Hitze oder Hetze der Grund?“ fragte die österreichische Nachrichtenagentur Apa. Während FPÖ-Radikalinskis Ambros-CDs öffentlich verbrannten, schlossen sich Künstler wie Rainhard Fendrich und andere der Kritik an der FPÖ an. Inzwischen ist es um die  FPÖ-Großmäuler merklich still geworden. Was ich an der ganzen Sache so toll finde: Einen Wintersong aus Protest zum Hit eines Hitzesommers zu machen, absoluten Respekt liebe Österreicher!

Günter Morsbach

Bild: ® geo.de

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