Das Ding mit dem 1. April

Die Scherzgrenze ist erreicht

Es kam, wie es kommen musste, in diesem Jahr fiel der 1. April mit dem Ostersonntag zusammen. Und das hatte Folgen.

Im Netz verbreitete sich schnell die Nachricht, dass bei Karstadt die Ostereier in „Traditionseier“ umbenannt wurden. Ein Kassenzettel mit diesem Artikelnamen ging durch die sogenannten sozialen Medien. Haben nun wirklich die Fans der Mohammedaner einen neuen Kotau vor den Zuwanderern gemacht? Manche Städte und auch Berliner Stadtteile hatten ja in vorauseilendem Gehorsam ihren Weihnachtsmarkt in „Wintermarkt“ umgetauft. Deswegen hat zwar kein Salafist auf dem Markt einen Liter Glühwein getrunken, aber die Anbiederung machte die Runde. Ob das mit den Traditionseiern ein gelungener Aprilgag war oder ein Gehorsam vor den Erdoganfans war bis heute nicht zu klären.

Bitter war ein Aprilscherz auf Kosten von Tesla. Jemand verkündete, Tesla sei „völlig bankrott“. Bekanntlich wurden 123.000 Autos zurück gerufen, da Rostschrauben an der Lenkung des „Model S“ von den Werkstätten ausgetauscht werden mussten. Jedenfalls fiel nach der Meldung der Aktienkurs von Tesla um 8%. Ein Gag mit Tiefenwirkung!

Schnell enttarnt als Wahrheit wurde Trumps Handelskonflikt mit China. Das mächtige asiatische Land belegt Mandeln, Schweinefleisch und Wein aus den USA mit Strafzöllen. Mit diesem sanften Konter auf die Stahl- und Aluminiumzölle gibt China Präsident Trump die Möglichkeit vom Wirtschafts-Rowdy zum Dealmaker zurück zu kehren.

Schlimmer als Tesla hat es Facebook getroffen, noch mehr die User. Die dachten doch, wenn etwas wie Facebook kostenlos sei, sei es auch gefahrlos. Gerade das Kostenlose bedarf einer Gegenfinanzierung, liebe Schnäppchenjäger!

Keinen Verdacht, es wäre nur ein Aprilscherz, lassen die französischen Gewerkschaften aufkommen. Reformen bei maladen Betrieben – das darf doch nicht sein! Die Staatsbahn soll den Beamtenstatus verlieren, da macht auch die Müllabfuhr und Air France im alten Kampfmodus mobil und will dem tatkräftigen Präsidenten zeigen, wo der Hammer hängt.

Erst recht keinen Anspruch als Aprilscherz hat die konkrete Abstiegsgefahr für den HSV.
Der liebevoll als „Dino“ bezeichnete Fußballklub ist als einziger Verein seit dem Start der Bundesliga 1963 ununterbrochen dabei. Jetzt ist er ausgebrannt und trotz der Millionenspenden des Multimillionärs Michael Kühne auch abgebrannt. In der nächsten Saison kann man dann gegen die Nachbarn aus Brunsbüttelkoog spielen. Viel Spaß!

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