Wenn bei Ausländern gegen Arm das Faustrecht gilt

Und wenn jemand Courage hat, kommt die Nazikeule

Hut ab, endlich hat mal einer den Mund aufgemacht, schon wird der Laden samt den Lieferfahrzeugen mit Naziparolen besprüht.

Man muss dem Leiter und Mitinitiator der Essener Tafel auf die Schulter klopfen. Jörg Sator (62) opfert viel Zeit, um denen zu helfen, die es nötig haben. Das waren seit Gründung der Essener Tafel vor 13 Jahren in erster Linie Deutsche, die aus allerlei Gründen durch den Rost der Fürsorge gefallen waren. Keine Rentenversicherung, keine Krankenversicherung, kein Ehepartner mehr. Durch den Zuzug von Ausländern, Einzelpersonen und Familien, hat sich dort seit Jahren die Warteschlange vergrößert. Die neuen Bedürftigen kamen aus den Jugoslawienkriegen, waren zugezogene Russlanddeutsche, gedemütigte und gestrandete Menschen ohne Heimatland, aus den Konfliktherden der Welt. Dann kam 2015 – das Jahr der Flüchtlingskrise – und damit ein neuer Kunden-Schub.

Seitdem, so sagte es Sator in einem Interview, häufen sich bei ihm und anderswo die Konflikte. Junge Männer drängeln sich gewaltsam und provokativ vor, schubsen Alte beiseite, hamstern rücksichtslos und unverschämt. Gutes Zureden und Schlichtungsversuche halfen da nicht mehr. Immer öfter mussten die ehrenamtlichen Verteiler zuschauen, wie die gute Idee kaputt gemacht wurde. Dabei klang es so einfach, man sammele bei Supermärkten, Restaurants, Marktkaufleuten und Bäckern die Waren ein, die nicht mehr leicht verkäuflich oder deren Ablaufdatum fällig war. Engagierte Bürger übernahmen die Arbeit, abholen, einlagern, ausgeben. Die gute Idee ist die eine Sache, aber auch in den Kreisen der Armen gibt es Raffgier und Gewalt. Jörg Sator zog die Notbremse und verhängte zum Schutz der älteren Mitbürger einen Aufnahmestopp für neue, zugezogene Ausländer. Er hatte diese Gruppe ursächlich für die Drängeleien, Schlägereien und Konflikte als Verursacher ausgemacht.

Das geht doch gar nicht, hallte es aus dem Lager der politisch Korrekten und Wichtigtuer. Sator und seine fleißigen Mitarbeiter wurden Ziel wütender Angriffe, erst medial, dann in Form von Gewalt gegen Sachen. Autos der Tafel und Ladenräume wurden Ziele der Eiferer, die in Sator mit seinen Helfern Rassisten statt Idealisten sahen. Aber ihm ging es, und das hat er in allen Interviews herausgehoben, um ein Arbeiten in Ruhe und um die Sicherheit der älteren Herrschaften.

Jetzt aber kochen viele ihre politischen Süppchen auf dem Rücken der Tafel. Die Kanzlerin rügte öffentlich den Vorgang. Jakob Augstein, der Millionenerbe, Linkenfreund und Miniverleger sieht Angela Merkel als Verursacherin des Problems, da ohne sie nicht die Flüchtlinge hier wären. LINKE-Frontfrau Wagenknecht sieht die Tafeln als sichtbares Ergebnis von Niedriglöhnen und Minijobs. Dabei wäre es doch so einfach: Wer etwas Sinnvolles tut, wie das bei den Tafeln der Fall ist, muss auch berechtigt sein, für Ordnung und anständiges Benehmen zu sorgen. Um nichts anderes geht es hier!

Günter Morsbach

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s