Die neue Bürger-Verunsicherung

SPD-Großvisionär Prof. Lauterbach weiß, was Deutschland fehlt

Durch die Sondierungen zur neuen Großen Koalition geistert ein grandioses SPD-Projekt:
Die Bürgerversicherung. Die Privaten Krankenkassen sollen abgeschafft und mit den Sozialkassen zwangsvereinigt werden. Bei den Begründungen kommt man ins sozialistische Schwärmen. Kein Privatpatient soll mehr einen schnelleren Termin zur Untersuchung bekommen, keinem darf mehr ein Medikament verschrieben werden, das den gesetzlichen Kassen zu teuer ist. Ja, so ist das mit der Sozialismus-Resterampe in Deutschland.

Keinem soll es besser, vielen aber schlechter gehen.

Für die Sozialversicherten wird nichts besser, außer dem Gefühl, denen da oben haben wir mal wieder eines ausgewischt. Es darf doch nicht sein, dass man sich hocharbeitet und dann noch für teurere Kassen-Beiträge auch noch eine bessere Leistung bekommt. „Gleichheit, Brüderlichkeit, Freiheit“ unter diesem Motto wütete die französische Reformation und ließ alle köpfen, vom König und seiner Frau bis zum kleinen Dieb. Am Ende köpften sie sich gegenseitig, die Revolutionäre Danton und Robespierre. Ohne Kopf waren sie dann alle gleich – gleich tot.

Vor vielen Jahren konnten wir in einer städtischen Klinik symbolisch miterleben, wie die Gleichmacherei funktioniert: Privatpatienten erhielten zum Abendbrot bis dahin zwei Stückchen Butter, jetzt war es für alle nur noch eines. Vermutlich war zu keiner Minute daran gedacht, den „Normalpatienten“ zwei Stückchen Butter zu gönnen. Und genau so soll es bei der fusionierten Bürgerversicherung werden. Die bisher gesetzlich versicherten Patienten werden keinen Deut besser gestellt, aber die Privatpatienten verlieren die von ihnen teuer bezahlten Vorteile. Beamte, Selbständige und Besserverdiener erleiden die von den linken Volksvertretern als gerecht empfundene Höchststrafe: Gleichheit!

Die großen Verlierer werden die Ärzte sein. Ihnen werden die Deckungsbeiträge der Privatpatienten für den Betrieb der Arztpraxen fehlen. Entweder brauchen sie höhere Kassenbeiträge von jedermann (damit wäre die Bürgerversicherung ad absurdum geführt) oder sie schließen die Praxis. Aber war da nicht irgendwas mit „Ärztemangel“?
Und ist als nächstes die Deutsche Bahn dran? Wer braucht denn schon in der ersten Klasse Ruhe zum arbeiten?

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