Venezuela stirbt den sozialistischen Tod

Aber der Eintrag in das „Guinness Buch der Rekorde“ ist sicher

Bei der Frage, welches Land die größten Ölvorräte der Welt hat, tippen viele auf Saudi-Arabien, andere auf den Iran. Auf Venezuela wettet kaum einer.

Medikamente gibt es dort nur noch selten, wer dringend auf lebenserhaltende Arzneimittel angewiesen ist, hat nur noch auf dem Schwarzmarkt eine Chance. Bei Lebensmitteln ist es ähnlich. Durch die staatliche Preisfestsetzung lohnt die Produktion nicht mehr, alle wirtschaftlichen Anreize fehlen. In den Supermärkten bietet man leere Regale an. Die Gegenmaßnahme der Regierung: Fotografieren in den Läden ist verboten. So stillt man Hunger und Durst!


1999 kam der Oberst Hugo Chavez durch demokratische Wahlen an die Macht. Er legte Sozialprogramme auf, was zu seiner Wiederwahl half. Die Erdölindustrie verstaatlichte er, um die gestiegenen Staatsausgaben zu erwirtschaften. Wie immer bei Verstaatlichungen, ersetzte er das Management durch Parteimitglieder und Günstlinge. Die abgelieferten Gewinne erzielte die Ölgesellschaft PDVSA durch den Verzicht auf Reparaturen und Investitionen, viele Firmengelder wanderten in finstere Taschen. Aber die Quellen für die Petrodollars trockneten aus. Die Produktion sank jährlich, zuletzt um 16%. Wie immer im Sozialismus wird ein Schuldiger für Regierungs-Versagen gesucht. Und gefunden: Der Ölpreis! Aber warum sind Kuwait, Dubai und Norwegen nicht pleite?

Chavez-Nachfolger Nicolas Maduro kämpft um seine Pfründe. Das Volk wählte zuletzt ein Parlament mit klarer Mehrheit für die Opposition. Um dieses Parlament zu entmachten bestimmte er nun tricky eine verfassungsgebende Versammlung, besetzt mit sozialistischer Mehrheit. Die soll eine Neufassung des Grundgesetzes erarbeiten, mit dem Sozialismus als Staatsreligion. Das ist nicht mehr und nicht weniger eine neue Form von einem Putsch. Wirtschaftlich wird es den Niedergang (heute 1000% Inflation) nicht aufhalten. Arme Venezolaner, ihr habt den Zusammenbruch noch vor euch, der in Osteuropa bereits Geschichte ist.

PS: Sahra Wagenknecht sagte nach einem damaligen Besuch bei Hugo Chavez, dass das sozialistische Venezuela ein Vorbild für andere Länder sei, bravo!

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