Danke, Michael Fuchs

15 Jahre war er im Bundestag als Protagonist für die mittelständische Wirtschaft aktiv. Im September wird er nicht mehr kandidieren. Schade, denn so einen werden wir so schnell nicht wieder haben. Dr. Fuchs hatte vor 15 Jahren den vorher von der SPD gehaltenen Wahlkreis Koblenz erobert und für die CDU bis heute gehalten.

Wir kennen uns persönlich, seit wir in den 80-ern gemeinsam im Bundesverband Junger Unternehmer tätig waren. 1987 übernahm Michael Fuchs den Vorsitz und führte den Verband als „Die Kämpfer für die soziale Marktwirtschaft“. Die von ihm gegründete und geführte Firma IMPEX in Koblenz hatte er vor seinem Wahlkampf für den Wechsel in den Bundestag an eine holländische Gruppe verkauft. Er hatte vorher bei seinen Freunden um eine finanzielle Unterstützung seines Wahlkampfs geworben und sein Konzept mit dem Titel „Ein Fuchs für Berlin“ vorgestellt. Es folgte ein klarer Sieg. Mit seiner Erfahrung als Unternehmer, Präsident des Verbandes Groß- und Außenhandel sowie der jungen Unternehmer positionierte er sich schnell als anerkannter Marktwirtschaftler und Hüter des Erbes von Ludwig Erhard. Vor Kurzem besuchte ich ihn in seinem Abgeordnetenbüro im Bundestag. Er, der die Bundeskanzlerin sehr schätzt, ist trotz seiner erfolgreichen Arbeit nicht so recht zufrieden mit dem Erreichten. Er, der Kopf des CDU-Wirtschaftsflügels, hadert speziell mit der Politik der Kanzlerin wegen der „sozialen Wohltaten“, weil dort zu viel Geld ausgegeben und zu wenig in die mittelfristige wirtschaftliche Strategie investiert wurde. Ganz konkret verlangt Fuchs eine Deckelung der Beiträge zu den Sozialkassen, Einschränkungen beim Streikrecht und eine Senkung der Grunderwerbsteuer. Dadurch soll jungen Familien der Eigenheimerwerb erleichtert werden. Seine besondere Sorge gilt dem schnellen Ausbau der digitalen Hochleistungsnetze für eine zügige weltweite Anbindung der Unternehmen.

Damit seine Gedanken nicht mit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag in der Versenkung verschwinden, hat er der Bundeskanzlerin eine Liste von Maßnahmen übergeben, die ins Wahlprogramm gehören und in der neuen Regierung durchgesetzt werden müssten. „Starke Wirtschaft – sichere Zukunft“ lautet der Titel.

Fuchs wird sich im Herbst in seine Wahlheimat Venedig zurückziehen und sich auf die Arbeit in verschiedenen Aufsichtsräten konzentrieren. DANKE, Michael Fuchs, für die erfolgreiche Tätigkeit im Parlament und alles Gute!

Günter Morsbach

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