Die Doppelmoral der SPD bei Großverdienern

Auch als Unternehmer bekommt man Sodbrennen, wenn man von 3.000 Euro Tagesrente für den gescheiterten VW-Chef Winterkorn liest oder der Millionenabfindung für eine SPD-Frau nach nur 13 Monaten Tätigkeit beim gleichen Konzern. Hinzu kommt noch Ihre Lebensrente. Aber fast alle Großkonzerne, die ja von den Gewerkschaften mitbestimmt sind, haben sich bezüglich Managergehältern, Boni oder Renten zumindest moralisch strafbar gemacht. Das ärgerlichste ist, wenn den Managern mit der Zustimmung der Arbeitnehmervertreter und Aufsichtsräte nach schlimmsten Misserfolgen noch die Taschen mit Millionen vollgestopft werden.

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Dabei ist es so, dass die meisten Menschen nichts gegen gute Manager-Entlohnungen haben. Voraussetzung ist, dass die Unternehmensführer dem Erfolg ihres Unternehmens dienen und die Firma zukunftsfähig machen. Die SPD hat in ihrem Gesetzesentwurf einen guten Ansatz gewählt: Die Einheit von Risiko und Haftung. Wer entscheidet, der haftet für seine Entscheidung. Dieses sogenannte „Familienunternehmerprinzip“ muss auch in Aktiengesellschaften gestärkt werden. Die Partei will deshalb der Hauptversammlung, dem einzigen Gremium aller Eigentümer des Unternehmens, die Entscheidung über Vorstandsbezüge übertragen.

Grundfalsch ist es aber, eine moralische Bevormundung in Gesetze einzuziehen und 500.000 Euro Obergrenzen (bei diesem Wort lacht Herr Seehofer) oder andere Varianten der steuerlichen Absetzbarkeit zu bestimmen. Die Fehler der Aufsichtsräte und Manager kann man nicht durch monetäre Moralkategorien ersetzen. Nein, Abmachungen mit Managern müssen für die Eigentümer/Aktionäre transparent gemacht und beurteilt werden. Dann können Vorstandsverträge von der Eigentümerversammlung angenommen oder abgelehnt werden.

Die Doppelmoral der SPD und anderer Linker: Über Manager kann man klassenkämpferisch gut herziehen, der Beifall von den billigen Rängen gilt als sicher. Fußballer, Rennfahrer, Schauspieler und TV-Moderatoren verdienen ähnlich viel, das sei ihnen auch gegönnt, aber auch dazu muss man sich klar bekennen, wenn man über Moral redet. Schließlich sitzen maßgebliche SPD-Topfunktionäre nicht nur in Aufsichtsräten von Konzernen sondern auch in den Fernsehanstalten. Darüber haben Martin Schulz& Co noch nie gewettert! Transparenz ist gut, Pharisäer und Moralapostel sind überflüssig!

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