Sex & Lügenbarone

Die Maulhelden müssen demütig werden.

Was haben die Brexit-Befürworter dem Volk nicht alles versprochen. Man propagierte das Norwegen-Modell als Vorbild und versprach einen ähnlichen EU-Großbritannien-Vertrag. Das Land habe wirtschaftlich nichts zu befürchten und die lästigen Einwanderer aus der EU würden wegfallen. 350 Millionen Pfund hätte man nach dem Brexit übrig, die man in die Gesundheitskassen stecken könne. Nebenbei: die Zahl ist schon selbst eine glatte Lüge, denn man hat nur die Zahlungen, nicht den wesentlich niedrigen Saldo nach dem Rückfluss ins Land propagiert. Weiter: Das Land könne auch künftig zollfrei in die EU-Länder liefern, eben wie Norwegen und hätte die lästigen Bevormunder und Regulatoren aus Brüssel los. Man werde die alleinige Herrschaft über das Vereinigte Königreich zurück gewinnen, zusammengefasst würde man mit der Stimme für „Leaf“ die gleiche wirtschaftliche Prosperität erhalten, aber könne künftig machen, was man wolle.

Boris
Nach der Abstimmung wurde Stunde um Stunde klar, wie sehr man die Wähler belogen und betrogen hat. Norwegen hat den freien Handel garantiert bekommen, ohne Mitglied zu sein, das ist richtig. Der Preis dafür ist, dass das Land alle EU-Regelungen ohne mitzureden übernimmt, den EU-Bürgern Arbeits- und Niederlassungsfreiheit gewährt und Beiträge zahlt, die denen der EU-Staaten gleich sind. Der Rechtsaußen Nigel Farage und der Tory-Lautsprecher Boris Johnson haben das alles verdreht und die Wähler durch Falschmeldungen manipuliert. Die EU-Befürworter aus der Labourparty und den Konservativen waren sich wohl zu schade dafür, einen knallharten Wahlkampf mit den echten Fakten gegen die Volksbetrüger zu führen. Man glaubte wohl, die Menschen ließen sich nicht so leicht hinter das berühmte Licht führen. Tatsache, die Wähler haben tief ins Klo gegriffen. Der Absturz des Pfunds, die wahrscheinliche Rezession, die Wartezeit in Unklarheit, die Nachteile des Austritts, hauptsächlich die Briten müssen wegen der Lügenbarone einen Teil ihres Lebensstandards opfern, die Jugend ihre europäische Perspektive.
Gerade dass im Königreich diejenigen, die das alles nicht wollten, nun auch bezahlen und büßen müssen, sollte allen anderen Europäern eine Warnung sein. Schützen wir uns vor den primitiven Großmäulern!

Brisanter Dreier

„Schreibt nicht so viel über den Brexit, wir hören doch jeden Tag davon“, meinten einige Leser. Also gut, dann eben über Sex. Das Model oder so, Gina Lisa Lohfink hat sich zwei Jungs mit aufs Zimmer genommen und wollte wohl einfach nur Spaß haben. Einige Tage später fand sie rückblickend, man hätte sie vergewaltigt. Dann tauchte ein Video über das Treffen auf. Wir können die Tatsachen nicht überprüfen. Das Berliner Gericht untersuchte vier Jahre lang den Fall und verhandelt ihn im Moment. Privatsache eigentlich, aber jetzt kommt das Unmögliche: Justizminister Heiko Maas und Familienministerin Manuela Schwesig äußerten, dass sie wegen dieses Falls schon an Gesetzesverschärfungen arbeiteten. Wohlgemerkt: Der Fall ist noch nicht aufgeklärt und könnte in beide Richtungen laufen. Aber die scharfen Ministerialen sind schon am Verschärfen!

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