Brexit – und jetzt!

Kälte oder Umarmung, das ist die Frage

Und was machen wir mit der Rest-EU?
Sollen Sie doch gehen, so denken viele, soll es doch durch sinkenden Wohlstand bestraft werden, dieses merkwürdige Inselvolk! Ein Querulant weniger, der die vermeintlichen Glückseuropäer stört! So denken enttäuschte Europäer. Was für ein Unsinn! Europa und Großbritannien brauchen einander auch in Zukunft. Experten schätzen, dass die Auseinandersetzungsverhandlungen 3 Jahre dauern werden, um die künftigen Beziehungen zu regeln, manche reden von bis zu 10 Jahren. Es wird also einen jahrelangen Schwebezustand geben, keinen abrupten Bruch.
Aber welches Europa bleibt übrig? Tatsache ist doch, dass sich in vielen europäischen Ländern die Wähler von der EU abwenden. In Österreich bekam bei der Präsidentenwahl ein Antieuropäer fast 50% der Stimmen. In Polen regiert eine Nationalistenpartei, ebenso in Ungarn und anderen osteuropäischen Ländern. In Frankreich stehen die Chancen gut, dass der Front National von LePen an die Macht kommt. Bei der Flüchtlingsfrage hat sich gezeigt, dass man Deutschland nur als Zahlmeister braucht, nicht als Partner für Problemlösungen. Das bringt uns zu der Frage,

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Warum ist das vereinigte Europa so unpopulär?
Unpopulär ist es, weil es völlig falsch aufgebaut wurde. Mittlerweile verwalten 50.000 Beamte in Brüssel unser Leben und schütten unser Steuergeld an Günstlinge, wie z.B. die Bauern aus. Alles zusammengenommen, die jetzige EU ist nicht mehr viel wert. Über 50% der Spanier, der Italiener, der Franzosen z.B. möchten für einen EU-Austritt stimmen, in Deutschland sollen es um die 40% sein. Fazit: Trotz vieler Wohlfühleffekte wie Frieden und Wohlstandsmehrung ist das Europagefühl abhanden gekommen.

Was tun?
Hart, aber der beste Weg wäre „Zurück auf Los“, wie bei Monopoly. Die frühere und kleinere Wirtschaftsgemeinschaft hat funktioniert. 28 Staaten, die alle mitreden, mitentscheiden und mitblockieren, sind keine Basis. Wir brauchen eine Auflösung der jetzigen verkorksten Strukturen und statt dessen ein Kerneuropa, bestehend aus einem sehr engen Zusammenschluss der absolut Willigen, auch wenn es nur die 6 Gründungsstaaten wären. Das alles legitimiert durch Volksentscheide. Kerneuropa sollte eine einheitliche Währung haben, gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik machen, eine Verteidigungsgemeinschaft mit gemeinsamen Sicherheitsstrukturen und eine demokratisch gewählte Regierung bilden, die über den Regionalregierungen der Nationen steht. Alles verbunden mit einem knallharten Vereinigungs-Reglement. Andere Länder können sich assoziieren, ohne Mitbestimmungsrechte, so wie es jetzt mit der Schweiz und Norwegen gut funktioniert. Die alte Zentralverwaltung mit jetzt 50.000 Beamten und Angestellten gehört aufgelöst, eine kleine Verwaltung tut es dann auch.

Geht nicht?
Es lohnt sich, Europa zu retten. Dafür braucht es eine enorme Kraftanstrengung und ein gemeinsames Ziel für die Europäer. Man wird uns erzählen, was alles nicht geht und warum wir den verhassten Apparat unbedingt brauchen, auch warum die EU-Verträge solche Lösungen nicht zulassen und so weiter. Was ist die Alternative? Europa wird durch die nationalistischen Regierungen zerlegt werden, handlungsunfähig werden und keiner – siehe Großbritannien – wird das Aufhalten können. Da wäre obiges Konzept der bessere Weg!

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