Die Reichsverfassung vom 1919 & Der etwas andere Richter

Die Reichsverfassung vom 1919

Mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts und der drohenden Umsetzung durch das Arbeitsministerium droht einer noch relativ jungen Branche großes Unheil. Es geht um Callcenter.Bild-Callcenter-Hessen

In das Grundgesetz der Bundesrepublik wurde der Artikel 139 aus der Reichsverfassung von 1919 übernommen. Nach diesem sind Sonn- und Feiertage geschützt als „Tage der Arbeitsruhe und Feiertage“. Ausnahmen sind geregelt, wie z.B. Feuerwehren, öffentliche Verkehrsbetriebe, Landwirte, Ärzte, Krankenschwestern, Gastwirte usw. Die Callcenter konnten nicht ausgenommen werden, da es beim schreiben der Verfassung noch keine gab. Heute helfen sie bei technischen Störungen mit Support, geben Rat beim Gerätegebrauch, beim Möbel zusammen schrauben, unterstützen beim Onlinebanking usw. Onlineshops kommen ohne ihren Telefonservice bei Bestellungen und Rückfragen nicht mehr aus.
Gerade diese Dienstleistungen werden am Wochenende kräftig genutzt. Kommt das Gesetz, sind deutsche Teleshops und Callcenter benachteiligt, denn Große wie Amazon und so arbeiten längst vom Ausland aus. Also, sollen alle Callcenter aus Deutschland vertrieben werden. Wäre ein toller Erfolg für eine Arbeitsministerin, stimmts?

Der etwas andere Richter

Zu ihm möchte niemand zweimalBild-richter-ciccoletti

In Painesville/Ohio gibt es den Richter Michael Cicconetti, 64 Jahre alt und für seine kreativen Urteile bekannt. Einmal hatte ein Bösewicht Polizisten als Schweine bezeichnet. Cicconetti verurteilte ihn dazu, einen Tag lang als Schwein verkleidet durch die Stadt zu laufen. Raser mussten sich im Leichenhaus entstellte Unfallopfer ansehen. Dann kam der Fall einer 19-jährigen, die einen Taxifahrer um den Lohn für eine Fahrt in die nächste Großstadt geprellt hatte. Urteil:  innerhalb von 48 Stunden diese Strecke zu Fuß gehen, das waren ca. 50 Kilometer. Dann kam der Hammer: Eine junge Frau hatte in einem Burgerladen einem Angestellten mit Pfefferspray in die Augen gesprüht, weil der Burger nicht mehr warm war. Sie zeigte weder Reue noch Einsicht. Der Richter verschwand kurz und kam mit einer Pfefferspraydose zurück. Der Burgerverkäufer sollte jetzt der Frau in die Augen sprühen. Sie bekam fast Todesangst und der Geschädigte drückte ab. Was beide nicht wussten, der Richter hatte die Spraydose mit Salzwasser füllen lassen, sodass kein körperlicher Schaden, sondern nur der tiefsitzende Schreck als bleibende Strafe diente. Cicconetti bekommt laufend anerkennende Mails und Briefe. Kein Verbrecher möchte ihm ein zweites Mal vorgeführt werden.

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