Die Aufsteigerin der Woche

Sahra Wagenknecht erzählt die besten Märchen.

foto wagenknecht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gregor Gysi war der beste Redner des Bundestags, insofern ist sein Rücktritt vom Fraktionsvorsitz der Linkspartei ein Schaden für unser Parlament. Dafür tritt seine bisherige Stellvertreterin künftig an das Rednerpult. Sie wird andere Akzente setzen. Ihren Co-Vorsitzenden Dietmar Bartsch kann man vernachlässigen, er wird sich in die Reihen der grauen Männchen integrieren. Das wird nie Frau Dr. Wagenknechts Rolle sein. Überwiegend symbolträchtig in Rot gewandet und rhetorisch gut geschult, wird sie nicht nur die Ansichten ihrer Partei formulieren. Die linken Flügel der SPD und der Grünen werden ihr offen oder klammheimlich applaudieren. Die 46-jährige ist bekennende Kommunistin und versteht es, sich zum Anwalt all derer zu machen, die sich irgendwie betrogen fühlen. Das sind die Hartz IV-Bezieher, die  Linksintellektuellen, die „Ich-bin-generell-zu-kurz-gekommen“ und die „Nehmt-den Reichen-und-gebt-es-mir“ Menschen.

Keine Frage, Sahra Wagenknecht kann punkten. Blitzgescheit, durchgestylt und reaktionsschnell, so kennen wir sie aus den Talkshows. Für die anderen Parteien ist sie ein Risiko, denn ihre Mischung aus dem linken Sendungsbewusstsein und dem bürgerlichen Habitus ist nicht ungefährlich. Sie wird die anderen linken Parteien vor sich her treiben. Bei jedem Gesetz wird sie noch einen für die untere Bevölkerungsschicht oben drauf setzen wollen, jeden Bundeswehreinsatz noch pazifistischer sehen, jede Sozialleistung noch sozialer gestalten wollen. Kurzfristig wird sie die SPD noch härter attackieren. Aber eines Tages, wenn Deutschland die Große Koalition leid ist und eine Rückkehr zu Schwarz-Gelb mangels Masse nicht ginge, wird die Stunde für Rot/Rot/Grün schlagen. Die intellektuell unterlegenen SPD-Frauen wie Schwesig, Nahles oder Fahimi sind genauso wenig auf Augenhöhe mit Wagenknecht wie die grünen Frauen oder Männlein.

Dann kommen wir mal zu ihren Schwächen. Dadurch, dass sie ideologisch stark geprägt ist, hat sie zu jeden Thema eine vorgefertigte Meinung, das wirkt irgendwie einstudiert und stereotyp. Die Huffington Post hat einen Essay von Herausgeber Günter Morsbach über Frau Wagenknecht veröffentlicht, mit ihren Positionen zur DDR, Sparprogrammen, Griechenland, Kommunismus, Putin, Steuern und Banken. Anklicken unter:

HUFFINGTON POST

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