Sankt Bürokratius regiert Deutschland

Deshalb leidet die Flüchtlingshilfe

Kaum zu glauben, aber wahr, unsere Bürokratie ist zum Feind der Initiative geworden.

Bürokratie fotoBürokratie 1: In der letzten Ausgabe haben wir eine kräftige und mutige Entbürokratisierung  gefordert. Warum das dringend ist, zeigen die folgenden Beispiele. Ein junger Mann aus Gambia hat nach 18 Monaten Aufenthalt und Arbeitserlaubnis in einem Backbetrieb einen Vollzeitjob als Hilfskraft zum Mindestlohn von 8,50 erhalten. Die Arbeitsagentur hat dies abgelehnt, da der ortsübliche Lohn in Karlsruhe 12,50 beträgt, den er wahrscheinlich erst nach erfolgreicher Einarbeitung bekommen könne. Also, lieber arbeitslos als integrieren! Oder beispielsweise Clement, ein 19-jähriger Ghanaer, der in Wülfrath lebt. Eine Familie hatte ihn aufgenommen, ihm Deutsch gelernt und mit Erfolg bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz geholfen. Geht nicht, sagte die lokale Behörde, zurück ins Lager, keine Ausbildung. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder einfach helfen würde…

Bürokratie 2: Flüchtlinge dürfen nicht im sozialen Wohnungsbau untergebracht werden, das ist verboten, auch wenn die Bude leer steht.

Einwanderungsgesetz: Fast alle Bundestags-Parteien fordern ein Einwanderungsgesetz. Wäre ja wirklich schön, für die Anwerbung künftiger Zuwanderer. Aber, müssen wir jetzt wirklich noch  Zuwanderer anlocken, bevor wir die gewaltige Masse an Syrien-Flüchtlingen integriert haben? Liebe Leute, da gibt es doch echt vordringlichere Aufgaben, siehe Entbürokratisierung.

Sachleistungen: Wohl zur Besänftigung rechtslastiger Bürger wurde die Umwandlung von Taschengeld für Flüchtlinge in Sachleistungen beschlossen. Für die Kommunen heißt das, eine Einkaufsabteilung aufzubauen, die Lebensmittel, Fahrkarten, Kleidung, Drogerieartikel, usw. beschafft, einlagert und verteilt. Kaufen konnten sich die potentiellen Mitbürger bisher das, was sie wirklich und dringend brauchten, jetzt müssen sie wohl auf dem Schwarzmarkt Unerwünschtes vertickern, um Taschengeld zu bekommen, kurios!

Lichtblick: Manfred Schmidt, erfolgloser Chef des BaMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)  musste gehen und hinterließ einen Rückstand von ca. 300.000 offenen Asylanträgen.  Es war ein genialer Schachzug von Innenminister Thomas de Maizière, Frank-Jürgen Weise, den tatkräftigen Chef der Arbeitsagentur in Personalunion zum Chef des BaMF zu berufen. Er wird mit Sicherheit den überforderten Laden auf Vordermann bringen. Auch die wichtige Verzahnung seiner beiden Behörden (siehe oben, Bürokratie 1) wird er anpacken. Er ist der richtige Mann am richtigen Platz, alles Gute! Übrigens: Geld darf er für die Doppelbelastung nicht zusätzlich bekommen. Da schließt sich der Kreis, Herr Bürokratius!

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