Wenn Naturschutz zur Strafe wird – Teil 2

Naturschützer werden zur Besatzungsmacht.

In unserer Ausgabe 32 haben wir anhand von vier Naturschutzprojekten aus dem Buch „Schützt die Schlaglöcher“ dargelegt, wie Naturschützer den Steuerzahler belasten. Wir stellen heute zwei weitere Beispiele vor, dazu einen ganz aktuellen Fall aus Nürnberg. 

Naturschutz

Neben dem neu gebauten Jade-Weser-Port liegt ein Areal, in dem Rohrdommeln siedelten. Zum  Schutz dieser Vögel wurde für 5 Mio. Euro eine vier Kilometer lange Lärmschutzwand gebaut, die schon ein Jahr später einstürzte und durch eine noch teurere ersetzt werden musste. Kurz darauf wurde das Hafengelände erweitert, die Rohrdommeln verlagert, ein neuer Lärmschutzwall musste her. Ob die Rohrdommel überhaupt gegen Geräusche geschützt werden muss, wissen nicht einmal die Naturschützer.

In Hamburg gibt es „Fischtreppen“, über die Fische in Etappen den Höhenunterschied bei Schleusen durch Sprünge überwinden können. Eine dieser Wassertreppen wurde in Bergedorf am Serran-Wehr mit 95 Meter Länge und 1,65 Mio. Euro Kosten gebaut. Leider wird sie von den Fischen verschmäht. Bei einer Überprüfung zählte man pro Tag durchschnittlich gerade mal drei Tiere und eine Gummiente.

Nach über 10 Jahren Diskussion, Planungsarbeiten und teuren Gutachten wurde endlich im Nürnberger Stadtrat eine Entscheidung gefällt. Der durch Stadtgebiet verlaufende vierspurige  Frankenschnellweg werde kreuzungsfrei ausgebaut und teils untertunnelt. Damit soll der jetzt tägliche Dauerstau, verbunden mit Umwelt- und Lärmbelastungen überwunden werden. Kurz vor Baubeginn, bekam der Bund Naturschutz vor Gericht mit einem Einspruch recht, es müsse unbedingt eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgen. Und das in einer städtischen Zone, in der schon jetzt die alte Streckenführung liegt. Bauverzögerungen, weitere Umweltbelastungen und steigende Baukosten sind die Folge.

Über Jahrzehnte haben die Organisationen der Naturschützer ihren Einfluss ausgebaut. Anfangs erreichten sie ein notwendiges Umdenken bei politischen Entscheidungen. Aber, aus den Idealisten von einst sind profilierungssüchtige, rücksichtslose Machtmenschen geworden. Nicht mehr der Schutz der Idylle steht im Vordergrund, sondern die Machtoption. Liebe Naturschützer, auch wir verehren die Schlitzohr-Hüpfdohle, die Springprozessionsschnecke und den Knallfurzlurch. Das rechtfertigt aber  nicht, Naturschutzorganisationen in den Status einer Besatzungsmacht zu hieven, unter deren Deckmantel das vom Steuerzahler erarbeitete Geld sinnlos verschwendet wird.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s