Frauenquote – Ein Klischee wird ausgelutscht

Unsere tolle Regierung bereitet ein Gesetz zur Quote für Frauen in Führungsgremien vor. Schlimmer kann man Schnee von gestern nicht aufwärmen.

Was haben Dilma Rousseff, Mary Barra und Janet Yellen gemeinsam? Sie sind ganz oben angekommen. Als brasilianische Präsidentin, als Vorstandsvorsitzende des größten Automobilkonzerns General Motors oder als Chefin der US-Notenbank Fed. Und noch etwas vereint sie, alle drei Spitzenpositionen hat vorher nie eine Frau besetzt und alle haben diese Posten durch Qualifikation und Kampfgeist erobert, nicht als gesetzliche Quotenfrau. Unsere derzeitige Regierung hat per Koalitionsvertrag festgelegt, eine gesetzliche Frauenquote zu schaffen. Danach sollen zunächst mal in den Aufsichtsräten von 110 Konzernen 30% der Räte Frauen sein. Der Rest der insgesamt 3500 Großunternehmen soll verpflichtet werden, eigene Quoten festzuschreiben, was als „letzte Warnung“ des Gesetzgebers verstanden werden soll. Kanzlerin und Familienministerin fühlen sich als Vollstrecker feministischen Fortschritts.

Fangen wir mal ganz pragmatisch an, es gibt in Deutschland mehr weibliche als männliche Universitätsabsolventen. Jede Unternehmensführung, die nicht aus Eigeninteresse weiblichen Managementtalenten eine Chance auf Führungspositionen einräumt, sollte künftig Anspruch auf einen kostenlosen Idiotentest haben. Aber wie wird in Führungsetagen die Frauenquote gesehen? Nicola Leibinger-Kammüller, Chefin des Maschinenbaukonzerns Trumpf zu dem Thema: „Wer will schon gern ‚Quotilde‘ sein?“ VW-Chef Martin Winterkorn sagt „Frauen in Führungspositionen sind oft die besseren Männer“. Und wir stellen uns die Frage „Greift eine gesetzliche Quote nicht in einen Prozess ein, der von selbst zwar langsam, aber gut läuft?“ Fakt ist, dass in den Aufsichtsräten börsennotierter Konzerne der Frauenanteil von 10% vor drei Jahren bis heute auf knapp 20% gestiegen ist. Bei Firmengründungen sind inzwischen 3 von 5 neuen Unternehmen von Frauen gegründet worden. Dafür kommt Beifall von Sachverständigen, Banken und Verbänden „Gibt es Rückschläge, macht die Hälfte der Unternehmerinnen unbeirrt weiter“.

All das, was inzwischen Selbstläufer und eine positive Entwicklung ist, soll durch Frau Merkel und ihre Familienministerin der Verwaltungsbürokratie geopfert werden. Bürokratisierte Quoten müssen von  Beamten überprüft, von Richtern beurteilt und von Anteilseignern (z.B. mangels geeigneter Bewerberinnen) begründet werden. Der Gesetzgeber gibt ja keine Garantie für qualifizierte Bewerbungen ab, haftet also selbst für nichts. Eine gesetzliche Frauenquote in der Wirtschaft ist überflüssig. Die neue Wirtschaftsweise Isabel Schnabel sagt dazu „Es gibt genügend unfähige Männer in Spitzenpositionen, da verkraften wir auch ein paar Frauen“. So kann man das natürlich auch sehen…

-gm

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