Schaffen wir das „Wirtschaftswunder 3.0“?

Mit großem Erfolg organisierten Studenten in Nürnberg das erste Ludwig-Erhard-Symposium mit prominenten Referenten für ein Publikum, das je zur Hälfte aus Studenten und der Wirtschaft bestand.

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Tausend Besucher hörten Vorträge und diskutierten in Nürnberg die Themen, die über Deutschlands Zukunftschancen entscheiden werden. Leitgedanke war „das erfolgreiche und nachhaltige Handeln in der Welt von morgen“.

„Es wird sich Vieles in Deutschland verändern müssen, damit manch Gutes bleiben kann“, war die Schlussfolgerung des Eröffnungsredners Wolfgang Clement, Bundeswirtschaftsminister a.D. und Vater der Agenda 2010. Er forderte die Weiterentwicklung der Bundesrepublik vom spendablen Wohlfahrtsstaat zur leistungsfähigen Zukunftsrepublik. Das begänne bei der Bildung und endete bei  unbegrenzten Beschäftigungsangeboten für ältere Fachkräfte.

Neben hoch interessanten Workshops zu Themen wie Nachfolgeregelung im Mittelstand, Crowdsourcing, Personalmanagement und Unternehmenssteuerung setzten sich prominente Redner wie das frühere Direktionsmitglied der EZB Prof. Dr. Dr. h.c. Otmar Issing und Markus Kerber, BDI-Hauptgeschäftsführer für echte Zukunftsprojekte in der EU ein, wie  eine Energieunion, maximale Sicherheit in der Kommunikation, koordinierte Stromnetze, eine gemeinsame Außen- und Verteidigungspolitik, alles verbunden mit einem Verzicht auf das jetzige Brüsseler „Klein-klein“.

Bitkom-Präsident und DATEV-Chef Prof. Dieter Kempf verstand es, dem Publikum transparent zu machen, welche starken Komponenten das Wirtschaftswunder 3.0 brauchen wird: IT-basiertes Gesundheitswesen, Beherrschung des Trends zu selbstfahrenden Autos, sichere Kommunikation, zukunftsfähige Energie und das e-Government.

Der bayerische Ministerpräsident a.D. Dr. Edmund Stoiber sprach in einer begeisternden Rede über die veränderte Leistungsbereitschaft unserer Gesellschaft: „Leistung wird nur noch im Sport akzeptiert, ansonsten rede man lieber von sozialer Gerechtigkeit  und staatlichen Leistungen. Damit sei  im globalen Wettbewerb aber nichts zu gewinnen“. Er nannte das Ludwig-Erhard-Symposium vorbildlich für die gemeinsame Kommunikation als Basis für ein Wirtschaftswunder 3.0, denn man brauche „Klug gesetzte politische Rahmenbedingungen und kreative, innovative, leistungsbereite Unternehmer und Mitarbeiter. Gegenseitiges Verstehen, aber auch die Inspiration durch  Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist dafür entscheidend. Für den Dialog gibt es keinen Ersatz!“.

 

Günter Morsbach, Herausgeber „Reitender Bote – die kürzeste Wochenzeitung der Welt“

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