Vom Nutzen der AfD und der Dummheit vorlauter Kritiker

Warum wird ein neues politisches Angebot gleich so heftig diffamiert?

 

Auch wenn man kein AfD-Sympathisant ist, die folgenden Fakten geben zu denken:

  1. Der AfD ist es gelungen, NPD-Protestwähler, aus dem Osten Deutschlands zur Stimmabgabe für eine demokratische Partei zu motivieren und die NPD aus den drei Länderparlamenten heraus zu halten. Zur Klarheit, wir sprechen von den unabhängigen und unzufriedenen Wählern, nicht von NPD-Mitgliedern, ein sehr wichtiger Unterschied.
  2. Das Angebot der neuen Partei hat mit Sicherheit verhindert, dass noch weniger als 50% der Wähler überhaupt an den drei Landtagswahlen teilgenommen haben.
  3. Der Wahlerfolg der AfD, die aus dem Stand im Schnitt 10% geholt hat, zeigt deutlich, dass die Altparteien wichtige Themen nicht besetzt haben und so erst der AfD Platz gemacht haben.
  4. Neben Wählerstimmen aus dem Lager von CDU, SPD und FDP hat die AfD erstaunlich viele Stimmen von der Linkspartei abgezogen, trotz der Beschimpfung als „rechte Gruppe“.

AfDDemokratische Wahlen leben von einem konkurrierenden Angebot an Parteiprogrammatik. Daraus soll der Wähler seine Entscheidung für eine Partei seines Vertrauens treffen können. Wenn alle Altparteien für die Euro-Rettung nach dem Griechenland-Muster sind, muss der Wähler, der das so nicht will, zuhause bleiben. Wenn alle Parteien eine verschärfte Kriminalitätsbekämpfung an den ostdeutschen Grenzen ignorieren, bleiben die betroffenen eben am Wahltag daheim. Es sei denn, eine neue politische Kraft hat genau diese Punkte zum Wahlkampfthema gemacht. So einfach geht Demokratie! Richtig, ein paar politische Irrlichter aus extremen Rechtsgruppen haben sich unter das AfD-Parteivolk gemischt, das ist aber unvermeidlich bei Neugründungen, auch die Grünen mussten beispielsweise den früheren Kommunisten Jürgen Trittin integrieren.
Statt die einfachsten Grundregeln des demokratischen Wettbewerbs zu respektieren, spricht ein Teil unserer Medien, Politiker und Linksaktivisten von einer „Partei am rechten Rand“. AfD-Vorsitzender Professor Bernd Lucke wurde auf einer Bühne von einem Rollkommando angegriffen und in einer Studentenzeitung werden AfD-Plakat-Zerstörer glorifiziert. Wir dagegen werden kritisch und neugierig die künftigen Leistungen der neuen Partei beobachten und uns dann zur AfD positionieren. Als gute Demokraten lehnen wir aber Diffamierungen und primitive Kampfrhetorik ab, Fakten zählen.

-gm

2 Gedanken zu “Vom Nutzen der AfD und der Dummheit vorlauter Kritiker

  1. Nur weil es scheinbar normal ist oder schon mal so passiert ist, dass sich Extremisten in neue Parteien eingliedern, macht es das noch lange nicht unbedenklich. Dieser Vergleich ist kein inhaltliches Argument.

    • Entschuldigung, ich habe soeben festgestellt, dass die antwort auf Ihren Kommentar nicht durchgegangen ist. Ich hole das hiermit nach:
      Selbstverständlich kann man so etwas nicht generalisieren, aber mit Ausgrenzung löst man keine Probleme. Joschka Fischer war Polizistenverprügler und wurde ein in der ganzen Welt geachteter Außenminister. Es war gut, dass er eine zweite Chance bekam. Das sollte für rechts oder links gleichermassen gelten. Gruß

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