„Freilaufend“ liegt im Trend & Keine harmlose Balkankonferenz

„Freilaufend“ liegt im Trend

 

Was bei Hühnern gesund ist, ist nicht immer ungefährlich.

Panzer-Urlauber: War peinlich für Herrn Putin, dass Panzer seiner Armee in der Ukraine gefilmt wurden. Da gab es aber eine logische Erklärung: „Russische Soldaten können Urlaub machen, wo sie wollen“. Deutsche Außendienstmitarbeiter dürfen meistens ihr Dienstfahrzeug zu Urlaubsreisen nutzen. Gleiches gilt anscheinend auch für russische Panzergrenadiere. Man bewahre uns vor frei laufenden Panzern in Urlaubsgebieten.

Irrläufer: Nochmal in die Ukraine. Im Fernsehen wurden russische Fallschirmjäger vorgeführt, die 30 Kilometer von der Grenze entfernt auf ukrainischem Gebiet festgenommen wurden. Diese haben  zugegeben, zur Unterstützung der prorussischen Kampfgruppen dort zu sein. Alles Blödsinn, tönte es aus dem russischen Außenministerium, die haben sich nur verlaufen. Warnung: Kaufen Sie sich nie ein russisches Navigationsgerät! Aber seit dem Zwischenfall ist klar, es gibt in der Ukraine freilaufende russische Fallschirmjäger.

Cannabis: Grünenchef Cem Özdemir ließ sich zu Gunsten der Icebucket-Challenge auf seiner Dachterrasse filmen. Neben ihm stand ein Cannabisbusch. War einfach zugeflogen, oder?

Ökosauger: Hurra, unsere liebe EU hat mal wieder großartiges geleistet. Seit dem 01. September gilt die neue Staubsaugerverordnung! Verkauft werden dürfen nur noch stromsparende Staubsauger aus kontrollierter Bodenhaltung.


 

 

Keine harmlose Balkankoferenz

Cevapcici

Fortsetzung der EU-Erweiterungsstrategie oder konstruktive Pause?

Bundeswirtschaftsminister Gabriel empfing in Berlin Repräsentanten aus dem früheren Jugoslawien und aus Albanien. Gesprächsthema war die Entwicklung der Beitrittsverhandlungen zur EU. Serbien, Kosovo, Montenegro, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und Albanien klopfen an die Tür der EU. Machen diese Gespräche Sinn? Die Narben der Bürgerkriege in Bosnien und dem Kosovo sind noch lange nicht verheilt und am Beispiel Ukraine sehen wir im Moment, wie schnell oberflächlich übertünchte ethnische Konflikte zum heißen Krieg mutieren. Die Aufnahmekandidaten sind durchweg von Armut, sozialen Problemen, schlechten Wirtschaftsbedingungen, Korruption und mafiösen Strukturen gezeichnet. Serbien als größtes Land Ex-Jugoslawiens ist traditionell eng mit Russland verbandelt. Alle Staaten, ausgenommen Serbien, sind muslimischer Prägung, macht die Sache auch nicht einfacher. Aufnahmegespräche in die EU? Die EU ist selbst in schlechter Verfassung, hat kein Zukunftskonzept, die Eurokrise nicht gelöst, den Ukrainekrieg am Hals und hat mit der Hinwendung des Mitgliedslands Bulgarien zu Russland ein neues Problem. Welten trennen uns bei juristischen Standards, Infrastruktur und Wirtschaft. Es gilt, Assoziierungsabkommen und Kooperationen weiter zu entwickeln und aktiv beim Abbau des Wohlstandsgefälles zu helfen, aber eine Beitrittsperspektive? Falsche Hoffnungen können zu tiefen Enttäuschungen führen. Eine privilegierte Partnerschaft wäre ein realistisches Ziel für die kommenden 20 Jahre.

-gm

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