Hier kommt das Sommerloch – Teil 2

ProstEigenverantwortung gegen bürokratische Hardliner – Teil 2: Direkt hinter der Kassenfront im Supermarkt findet man die Entsorgungsstation, bei der man Verpackungen, die hauptsächlich dem Transportschutz oder dem Verkauf in Gebinden dienen, entsorgen kann. Hinter dem Gebäude bewirtschaftet der Markt seine große Entsorgungsstation für Wellpappkartons und Schutzfolien. Der Supermarkt sorgt sich also selbst um die Rückführung der Verpackungen in den Recycling-Kreislauf. Lobenswert? Nein, wer selbst entsorgt, schädige die halbstaatliche Organisation „Grüner Punkt“ und soll künftig dafür Strafabgaben zahlen. Logisch?
Francois Hollande, erfolgloser französischer Staatspräsident, hat endlich ein Reformgesetz durchgebracht. Es handelt sich um ein Dekret zum weitgehenden Verbot des Genusses von Alkohol während der Arbeitszeit. Klingt streng, aber eigentlich bleibt alles beim Alten. Das Dekret verbietet das Zuprosten am Arbeitsplatz nur, wenn der Arbeitgeber dies ausdrücklich verbietet. Super, Frankreich steht mit seinem Schuldenberg und der Wirtschaftsschwäche am Abgrund und die Regierung kümmert sich um ein Alkoholverbot? Kann man doch nur nach ein paar Gläschen den Präsidenten ein wenig positiv sehen. Santé!
Wichtige Tage: Der Gedenk-Kalender vermerkt am 17. Juli den Tag des gelben Schweins, am 18. den Nationalen Tag des Kaviars und am 19. den Tag des Himbeerkuchens, Juli ist ein toller Monat!
Politik-ABC: Reitender Bote hat sein Nachschlagewerk mit der Interpretationshilfe für politische Floskeln abgeschlossen. Beispiel: I wie Infrastrukturabgabe: Da wir die meisten Einnahmen aus dem Autoverkehr in andere Töpfe fehlgeleitet haben, jammern wir jetzt über zu wenig Geld und konstruieren dann als Problemlösung eine neue Steuer. Wir schieben die Schuld auf die Ausländer bis der Stammtisch tobt und kassieren dann eine „Infrastrukturabgabe“ zum Schließen der angeblichen Gerechtigkeitslücke. Sie finden die komplette Sammlung des politischen Kauderwelsch hier, bitte genießen!
Parkroboter: In einem Parkhaus am Düsseldorfer Flughafen wird seit kurzem der Parkroboter Ray eingesetzt, der Fahrzeuge vollautomatisch in Parklücken stellt. Die NRW-Gleichstellungsbeauftragte begrüßte das Projekt angeblich mit den Worten „Wir sehen darin die Schließung einer Gerechtigkeitslücke, um den Frauen den derzeitigen Zeitverlust beim Einparken auszugleichen“. Die GRÜNEN forderten, das automatische Einparken ausschließlich Frauen zugänglich zu machen, die Salafisten auch, sie wollen grundsätzlich getrennte Parkhäuser. Der NRW-Finanzminister gab zu Protokoll, dass durch die Roboter Bußgeld-Einnahmen von Falschparkern verloren gingen aber man setze nun vermehrt auf Selbstanzeigen der Parksünder. Notfalls würde man auch die von ausschwärmenden Rollator-Gangs erstellten Parksünder-CDs aufkaufen. Wahr oder unwahr?

-gm

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