160 Milliarden Parteispende für die SPD

Generationen bluten für die Zukunft einer Partei und die Union macht das mit.

 

RentenpaketDie Agenda 2010 und die Rente mit 67 waren die großen Lebensleistungen der SPD-Granden Gerhard Schröder und Franz Müntefering. Während Deutschland, vorher der kranke Mann Europas, dadurch zu neuer Wirtschaftsblüte kam, steckt die SPD seitdem im Tief der Wählergunst. Besonders die Rente mit 67, deren Richtigkeit jeder vernünftige Wissenschaftler aufgrund der demografischen Fakten für unverzichtbar erachtet, hat die populistische Linkspartei gestärkt und die SPD bei Bundestagswahlen unter die 25% Marke gedrückt. Zur Rückgewinnung abtrünniger Wähler und zur Befriedung des linken Flügels schien es dem Parteivorstand opportun, mit dem Eintritt in die Große Koalition entgegen jedem wirtschaftlichen Sachverstand die Rentenreform Münteferings zu torpedieren. Diese hatte immerhin bewirkt, dass Deutschland ein stabiles Rentensystem gefunden hatte, eine ziemlich einsame Spitzenposition in den westlichen Staaten.

„Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis“, auch dieses alte Sprichwort hat die SPD-Spitze nicht davon abhalten können, mit der Abrissbirne „Rente mit 63“ an das deutsche Rentensystem heran zu gehen. Mindestens 160 Milliarden, vielleicht 250 Mrd. bis 2030 werden Arbeitnehmer und Arbeitgeber oder die Steuerzahler zusätzlich in die Rentenkasse einbezahlen müssen, um dieses wahnsinnige „nice-to-have-Geschenk“ für eine kleine Gruppe Privilegierter zu finanzieren. Kleiner Vergleich: Die Reduzierung der „Hotelsteuer“, das Wahlgeschenk von FDP/Union 2009, verursachte gerade mal 1 Mrd. Steuerausfall pro Jahr und wäre ohne große Komplikationen jederzeit rückgängig zu machen.

Das bringt uns zur offenkundigen Motivation der Genossen, es geht vordergründig nicht um zusätzliche Wählerstimmen sondern um die innere Befriedung und die Zukunftsstrategie der Partei. Die in vier Jahren fehlenden Milliarden kann man ja in einer Linkskoalition nach 2017 über Steuererhöhungen hereinholen. Fazit: Steuerzahler, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen Milliarden für die SPD-Zukunft. Das wird die größte Parteispende in der Bundesgeschichte!

Das Rentenpaket ist genauso unsinnig wie die von der Union im Gegenzug eingehandelte schizophrene Mütterrente. Jeder wird das Geld zu Lasten der Jungen mitnehmen, aber ohne dem ging es Deutschland auch ganz gut, die Konfrontation mit der jungen Generation wäre ausgeblieben. Der Bundesverband DIE JUNGEN UNTERNEHMER hat jetzt eine Onlinepetition gestartet, die Sie mit einem Klick im Feld unten unterstützen können. Der BJU fordert die Spitzen der Großen Koalition zu einem Gipfel für die junge Generation auf, eine konstruktive Idee!

-gm

Ein Gedanke zu “160 Milliarden Parteispende für die SPD

  1. Die Kritik an der neuen Rentenreform „Rente mit 63“ ist natürlich richtig und für jeden normal denkenden Menschen nachvollziehbar. An der Kompetenz einer Frau Nahles ist sowieso zu zweifeln. Wer sich traut eine millionenteure Werbekampagne, gegen alle Vernunft und gegen den Einspruch des Bundesrechnungshofes, zu verantworten, gehört nicht auf eine Regierungsbank. Diese Dame hat auch, wie übrigens alle Regierungsmitglieder, geschworen, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Das Gegenteil geschieht. Richtig finde ich dagegen die Mütterrente. Warum sollen alte Mütter gegenüber den jungen Müttern weiterhin benachteiligt werden? Gibt es dafür einen Grund? Der würde mich interessieren.

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