Krims Märchen

Putin und der Gewaltverzicht

PutinDa saß der Mann, der die Welt in Angst und Schrecken versetzen kann in seinem alten Plüschsessel und hielt Hof. Viele Journalisten kamen, aus aller Welt, auch aus Russland, es sei denn, sie sitzen in Gefängnissen und  Arbeitslagern. Der Märchenonkel erzählte, dass im Nachbarländchen Krim irgendwelche Soldaten die Kontrolle übernommen hätten, in Uniformen ohne Abzeichen, er kenne sie nicht und könne sie deshalb auch nicht zurückziehen. Da lässt die Geschichte vom Trojanischen Pferd grüßen. Er versicherte auch, dass er keinen Krieg wegen des idyllischen Krimsekt-Lands führen werde, was ihm lobende Kommentare einbrachte. Freilich, warum sollte er auch, war doch schon alles gelaufen. Doch irgendjemand stört immer. Hillary Clinton verglich den Märchenonkel mit einem früheren deutschen Diktator. „Geht doch gar nicht“, sagte die Korrektheitsfraktion. Richtig, der Russe hat ja nur die Rhetorik des „großen Diktators“ geklaut, wie  „Hilferuf der dort lebenden Landsleute“ (damals die Sudetendeutschen in der Tschechoslowakei) und „Heim ins Reich“. Aber es gibt ja auch etwas Positives vom lupenreinen Demokraten. Er hat die Krim ohne einen Schuss erobert, nur mit Soldaten ohne Signatur. Die ganze Welt könnte doch in Bangladesch Uniformen ohne Abzeichen nähen lassen, Rüstungsetats streichen und Konflikte unblutig lösen, alles wird gut!

 -gm

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