Rassismus und Rassismus-Hype

(c)Augsburger Puppenkiste

(c)Augsburger Puppenkiste

Der Rassismus der Dumpfbacken, zu sehen bei rechten Aufmärschen, gehört zu den blödesten Anblicken in den Medien, verabscheuungswürdig. Rassistisch basierte Entscheidungen z.B. bei Bewerbungen, nicht hinnehmbar. Diskriminierungen, Pöbeleien und Ähnliches, zweifellos völlig inakzeptabel. Damit ist doch alles geklärt, oder?

Leider nicht ganz, denn es macht sich ein Trend breit, der bei Eiferern die Neigung zum Hyperventilieren hervorruft. Dazu ein paar Beispiele aus jüngster Zeit. Ein Hersteller von Gummibonbons hat in Schweden den „Skippermix“ aus Lakritz herausgebracht, der schwarze Masken und Piratensymbole beinhaltete. Das sollte an Dinge erinnern, die frühere Seefahrer in der Welt gesammelt hätten. Im Internet war die Firma heftigen Diskussionen über die Nutzung „rassistischer Symbole“ ausgesetzt, weshalb das Produkt aus dem Handel genommen werden musste. Entwicklungs- und Marketingkosten sind auszubuchen! Im Dezember hat sich sogar die EU zu dem Themenkomplex eingeschaltet und wollte überprüfen, ob es Rassismus wäre, dass traditionell der niederländische Nikolaus, Sinterklaas genannt, von zwei Gesellen mit geschwärztem Gesicht, den „Zwarte Piets“  begleitet würde. „Wetten dass“ wurde gleichermaßen gescholten, da in Augsburg nach dem Vorbild der traditionsreichen Puppenkiste (seit 1948) bei der Publikumswette der Lokomotivführer Lukas mit seinem dunkelhäutigen Heizer Jim Knopf auftreten sollte, Jim Knopf  mit schwarz geschminktem Gesicht, um dem Original ähnlich zu sehen. Völlig unkorrekt, da hätten nur Menschen dunkler Hautfarbe auftreten dürfen. Warum? Mir wäre es egal, wenn sich in Burundi ein Einheimischer weiß schminken würde. Eine lange Verschnaufpause gab es für die selbst ernannten Moral-Schergen nicht, denn prompt folgte die Gruppenauslosung zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien durch die FIFA. Die beiden brasilianischen Moderatoren wären nicht dunkelhäutig genug, keine typischen Repräsentanten der brasilianischen Gesellschaft hieß es, also mit rassistischen statt fachlichen Hintergründen ausgewählt. Dann denke man noch an die Diskussion bei uns um die Umbenennung der Zigeunersauce, aber genug der Beispiele.

Was bewirken diese hyperaktiven, fanatischen Anti-Rassismus-Ultras? Nach unserer Meinung eher das Gegenteil dessen, was ihr ursprüngliches Ziel war. Sie ziehen das Thema ungewollt ins Lächerliche und da gehört es nun wirklich nicht hin. Aber jetzt kommt der Karneval, da finden diese spaßfreien Gruppen sicher genügend  Anlässe, unkorrekt maskierten Mitbürgern die Meinung zu geigen. Sind als Indianer verkleidete Karnevalisten eigentlich politisch korrekt? Und vorher mit der Kirche klären, welche Gesichtsfarbe der Teufel hat, bevor man sich kostümiert. Und gibt es ADHS-Medikamente (www.info-adhs.de) gegen Hyperfanatismus rezeptfrei?

-gm

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