Laudatio zur geplanten Übergabe der Tebartz-van Elst Medaille

WowereitLieber Regierender Bürgermeister,

wir wissen nicht, ob Sie öfter auf unsere Homepage schauen oder Reitender Bote abonniert haben.
Deshalb ganz kurz die Information, wir sind die kürzeste Wochenzeitung der Welt und fühlen uns dem Gedankengut Ludwig Erhards verpflichtet. Daraus folgert auch ein kritischer Blick auf die Verwendung von Steuergeldern, was Sie sicher verstehen, Verschwendung war Erhard völlig fremd.

Sie haben sich neben den schon schwer lösbaren Aufgaben des Berliner Regierungschefs das Amt des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) übertragen lassen. Mutig war das allemal, denn das ist nur oberflächlich betrachtet ein glamuröser Posten. Das wussten Sie hoffentlich. Anfangs 2,5 Milliarden Investitionssumme, später viel mehr zu überwachen, das sind Summen, bei denen der Normalbürger nie wieder schlafen würde. Immerhin, sagt Ihr Flughafenchef, sollen dort ja mal 10 Starts und Landungen pro Tag stattfinden. Als die Sache in der Öffentlichkeit aus dem Ruder zu laufen drohte und sich die Wut der Steuerbürger gegen Sie wandte, kam Ihnen der Limburger Bischof aus Nächstenliebe mit seinem Outing zu Hilfe. Er lenkte das Volk ab und ermöglichte es Ihnen, die erneute Kostensteigerung des FBB von vier auf vorerst fünf Milliarden in seinem Windschatten ziemlich unauffällg unter die Leute zu bringen.

Der Bischof hat nur ca. 26 Mio. Euro – zu Lasten der Kirche – mehr als geplant ausgegeben, beim FBB reden wir heute über zusätzliche 2500 Mio. Euro, das Hundertfache, aber zu Lasten derer, die jeden Tag zur Arbeit gehen. Mit diesem Rekord stehen Sie bisher einzigartig da, weshalb die Jury des Reitenden Boten Sie einstimmig für den neu geschaffenen Tebartz-van Elst Preis nominiert hat. Der Bischof kann leider nicht an der Verleihung teilnehmen, da er auf päpstliches Geheiß in ein Schweigekloster musste, sagt man. Aufgrund unserer guten Kontakte könnten wir Ihnen dort gerne einen Platz buchen. Ursprünglich wollten wir nur eine Medaille verleihen, aufgrund der obigen Zusammenhänge wurde daraus ein Pokal, wir wollen ja nicht allzu schäbig dastehen.

Möge Ihnen die Auszeichnung zu ehrfürchtigem Nachdenken verhelfen!

Herzlichen Glückwunsch,

Ihr Team Reitender Bote

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