Heute schon die Deutschen gelobt?

Die DeutschenSie haben sicher schon im Fernsehen den Werbespot der Lufthansa gesehen, bei dem ein Franzose den Text spricht „Diese Deutschen, immer pünktlich…“ und dann kommen noch ein paar Sätze über über Gründlichkeit, Zuverlässigkeit oder so. Das bringt einen schon zum nachdenken und man stellt sich die Frage, „Sind wir Deutsche tatsächlich so ein vorbildliches Völkchen?“ Obwohl die Müllsortierung nicht im Grundgesetz steht, wir sind Weltmeister im Mülltrennen. Wir glauben an den von Menschenhand verursachten Klimawandel und geben viele, viele Milliarden zu seiner  Bekämpfung aus. Wir schalten panisch Atomkraftwerke ab, während andere neue bauen. Wir investieren blind in noch viel zu unwirtschaftliche erneuerbare Energien und zahlen brav für überteuerten Ökostrom, selbst wenn bei Windstille oder Sonnenfinsternis gar keiner produziert wird. Die Gentechnik ist verteufelt und Bio-Ernährung wurde zur  Ersatzreligion. Millionen funktionstüchtiger Glühbirnen landen klaglos im Abfall und wir versenken gnadenlos Milliarden in Chaos-Großbaustellen. Wir ringen um eine Frauenquote und haben (Achtung: tolles Wort!) ein „Atommüllendlagersuchgesetz“ geschaffen. Wir retten Griechenland und lassen die Bundeskanzlerin dafür mit dem Hitler-Schnurrbart verhöhnen und wir reiben uns die Augen, dass das Waldsterben, das unser Land in Angst und Schrecken versetzt hat, eigentlich gar nicht stattgefunden hat.

JA, WIR SIND PÜNKTLICH!

Da haben wir doch gerade ganz aktuelle und schlagkräftige Beispiele. Pünktlich zur Urlaubszeit im August haben ein paar Stellwerker Urlaub gemacht oder sich krankschreiben lassen. Der Bahnhof Mainz wurde sofort stillgelegt, damit jeder Fahrgast schneller und pünktlich nach Mannheim kam. Als Bischof Tebartz-van Elst (keine Angst, Reitender Bote tritt nicht nach) mit Ryan Air nach Rom fliegen wollte, kam pünktlich im TV die Meldung, dass die Residenz nicht 5, 10, 15 oder 31 Mio. kosten wird, sondern eher 40 Mio. Euro. Die Krönung an deutscher Pünktlichkeit  war, dass genau zur Wahlkampferöffnung die Erkenntnis verbreitet wurde, dass 7.000 Brücken oder mehr demnächst einstürzen würden, wenn die Steuern nicht erhöht würden. Und prompt plapperten die Medien und wir Alle nach, dass „für Infrastruktur und für Bildung“ (so die ab da gültige Floskel) zu wenig Geld da sei, und das bei Rekordeinnahmen.

NA UND, SO SIND WIR HALT!

Der Franzose und damit sind wir wieder beim Anfang, geht bei Rot über die Fußgängerampel, parkt auf der falschen Straßenseite und nennt seinen Präsidenten ein A… Da bekommt man richtig Lust als Deutscher einen TV-Werbespot für Air France zu sprechen.

-gm

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