Rot/Grün fordert mehr Wetter

Jetzt kommt Leben in den Wahlkampf

IMG_0695Immer wenn Parteien vor Wahlen keine wirklich wichtigen Themen haben, die Deutschland voranbringen würden, lässt man das wahlpolitische Ungeheuer von Loch Ness auf die Medien und die Wähler los, die „soziale Gerechtigkeit“. Nach jahrzehntelangen Gesprächen mit vielen intelligenten Politikern stehe ich am Ende immer noch kopfschüttelnd da, denn niemand konnte mir erklären, was eigentlich die „soziale Gerechtigkeit“ sein soll. Sind wir erst dann sozial gerecht, wenn jeder das gleiche Einkommen und Vermögen hat? Ist ja eigentlich mit dem Fall der Mauer ein kläglich gescheitertes Modell und für die Reparaturkosten bluten die Deutschen heute noch. Oder heißt „soziale Gerechtigkeit“, dass der Staat von einer Bevölkerungsgruppe (hier ist erstaunlicherweise von Verdienern ab 60.000 EURO pro Jahr die Rede) noch mehr Geld nimmt, um es durch die Mühlen der Verwaltung zu drehen und den verbleibenden Rest denen gibt, die weniger verdienen? Auch dieses Modell ist gescheitert, denn in den vergangenen Jahren ist das Steueraufkommen kräftig angestiegen. Trotzdem hat laut Armutsbericht die staatliche Umverteilung nicht dahin gewirkt, dass die Ärmeren reich wurden. Auch dieses Modell ist also gescheitert.

Die Wirkung der Umverteilung ist durch eine überlieferte Rothschild-Geschichte am besten dargelegt. In den Nachkriegsjahren demonstrierten die Kommunisten Frankreichs vor der Zentralverwaltung der Rothschild-Bank in Paris und forderten lautstark deren Verstaatlichung. Baron Rothschild kam heraus, stellte sich auf die Treppe vor dem Eingangsportal und sagte „Mein Vermögen beträgt 50 Mio. Francs, macht bei 50 Mio. Franzosen einen Franc pro Person“. Dann ging er zu dem Rädelsführer und drückte ihm eine Franc-Münze in die Hand „Hier ist Dein Anteil“.

Fazit: Bei einer Volksbefragung wären sicher 100% für soziale Gerechtigkeit. Nachdem der Begriff ein „Muster ohne Wert“ ist und jeder sich etwas anderes darunter vorstellt, ist es nichts anderes als eine sinnlose Phrase. Konkrete Vorschläge, ärmere Mitbürger zu fördern, wären mir da schon lieber. Statt der inhaltslosen Luftnummer „mehr soziale Gerechtigkeit“ könnte Rot/Grün genauso mehr Wetter, mehr Luft oder ein noch weißeres Persil fordern, wobei mir letzteres das liebste wäre.

– gm

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